Donaumoos-Entwicklung wird sichtbar
Neue Schautafeln informieren über Prozesse im Moor – Folgeprojekt zur Vernetzung in Planung
Mehr Sichtbarkeit für den Moorschutz im Donaumoos: Die Entwicklung des größtes Moorgebiets in Süddeutschland ist ab sofort auf 13 neuen Infotafeln dargestellt. Der Donaumoos-Zweckverband hat in den vergangenen Wochen sämtliche Schritte von der Konzeption der Tafeln bis zu deren Errichtung umgesetzt, so dass ein umfangreiches Informationsangebot für Interessierte entstanden ist. Gefördert wird das Projekt über das Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Donaumoos.
Die Themen der einzelnen Tafeln beschränken sich allerdings nicht nur auf den Moorschutz, sondern behandeln auch damit zusammenhängende Prozesse. So geht es beispielsweise um die Hochwasserproblematik, um wiesenbrütende Vogelarten, um Beweidungsprojekte sowie um verschiedene Lösungsansätze. „Unser Ziel ist es, die Menschen weiter an die Donaumoos-Entwicklung heranzuführen und niederschwellig über einzelne Prozesse zu informieren“, sagt Verbandsgeschäftsführer Michael Hafner zu den Tafeln, die am Projektgebiet Obermaxfeld, an der Paludi-Versuchsfläche bei Lampertshofen, auf dem Moosberg in Langenmosen, am Rückhalteraum Sandizell, am Donaumoospegel in Ludwigsmoos, an der Ach-Brücke in Untermaxfeld, an den Weicheringer Badeseen sowie am Baierner Flecken bei Hollenbach stehen.
Bei der Umsetzung des Projekts konnte sich der Zweckverband auf starke Partner verlassen. So haben die Gemeinden Königsmoos und Langenmosen, die Wasserverbände im Donaumoos, der Landesbund für Vogel- und Naturschutz, der Weicheringer Verein Erholungsgebiete Ingolstadt, die Arbeitsgemeinschaft „Solidarischer Hochwasserschutz“ mit der Schwammregion sowie das Donaumoos-Team tatkräftig unterstützt. Dazu kommt die Förderung über das diesjährige Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung Donaumoos. Die Maßnahme erfüllt mehrere Ziele, die in den Handlungsfeldern des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts vorgesehen sind.
Das haben auch die Verantwortlichen im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen erkannt. Denn die Idee für die Aufwertung der Naherholungswerte im Donaumoos war gemeinsam mit dem Fachbereich Freizeit und Tourismus der Behörde entstanden. Mit den neuen Infotafeln ist aber nicht Schluss: Nun sollen die einzelnen Stationen über ein Folgeprojekt des Landkreises vernetzt werden. Konkret geht es dabei um zwei Rad-Rundtouren, die von den beiden Städten Neuburg und Schrobenhausen aus markante Punkte wie Moorschutzgebiete und Aussichtspunkte im Donaumoos verbinden, auf diese Weise Moorschutz erlebbar machen und den Donaumoos-Dialog nachhaltig fördern sollen.


