Freude über die Würdigung: Michael Hafner (v.r.) und Landrat Peter von der Grün vom Donaumoos-Zweckverband, Ulla Eller, die den Baierner Flecken gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftet, sowie Gerhard Grande und Leoni Henle vom Donaumoos-Team.
Bistum Augsburg würdigt Engagement für Moorschutz im Donaumoos
Zweckverband und Familie Eller erhalten Laudato-si-Plakette für Projekt im Baierner Flecken
Der Baierner Flecken beim Ehekirchener Ortsteil Hollenbach hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Moorschutzgebiet im Donaumoos entwickelt. Aus diesem Grund und aufgrund des vielfältigen Nutzens für Mensch und Natur hat das Bistum Augsburg das Projekt nun mit der Laudato-si-Plakette gewürdigt. „Sie sind Lobbyisten für Gottes gute Schöpfung und dürfen stolz auf ihr Engagement sein“, gab Bischof Dr. Bertram Meier bei der Verleihung des Schöpfungspreises des Bistums den Vertretern der insgesamt 36 nominierten Initiativen mit auf den Weg.
Für einen der Hauptpreise hat es am Ende zwar nicht gereicht, doch das störte die kleine Delegation des Donaumoos-Zweckverbands nicht. Denn bei der Feierstunde im Haus St. Ulrich in Augsburg gab es ausreichend Gelegenheit, für den Schutz und die Bedeutung des größten Moorgebiets in Süddeutschland zu werben. Gleichzeitig zeigt die Nominierung durch eine Fachjury, dass dieses Engagement auch auf höherer Ebene ankommt. „Das ist eine tolle Bestätigung für die Bemühungen im Donaumoos“, betonte Neuburg-Schrobenhausens Landrat Peter von der Grün, der zugleich Vorsitzender des Donaumoos-Zweckverbands ist. Gemeinsam mit einer kleinen Delegation des Verbands war er beim Festakt in Augsburg und tauschte sich dabei auch mit Bischof Meier aus.
Besonders der vielfältige Nutzen des Baierner Fleckens kam bei den Verantwortlichen des Bistums gut an. Denn das Areal dient nicht nur dem Arten- und Biotopschutz, dem Hochwasserschutz, der Landwirtschaft und dem Moorkörperschutz. „Es trägt auch ganz wesentlich zum Klimaschutz bei“, erklärte Max Markmiller, der Klimaschutzmanager der Diözese, in seiner Laudatio. Begonnen hatte die Entwicklung der Fläche im Jahr 2006 als Hochwasserrückhalteraum. Seitdem ist das Neuburger Ehepaar Ulla und Dr. Franz Eller als Bewirtschafter mit von der Partie. Während der Sommermonate beweiden sie gemeinsam mit einem Partner die Flächen mit Murnau-Werdenfelser Rindern. Gleichzeitig haben die Ellers im Jahr 2023 die Weiterentwicklung des Projektgebiets ermöglicht, indem sie dem Zweckverband weitere Flächen für den Moorschutz zur Verfügung gestellt haben. „So ist ein wirklich sehr schönes Projekt entstanden, dass sich jeder unbedingt mal ansehen sollte“, so Markmiller. Das sieht auch Landrat von der Grün so: „Der Baierner Flecken zeigt besonders gut, wie vielfältig der Nutzen von Moorschutzmaßnahmen sein kann.“ Sein Dank gilt daher neben dem Bistum für die Würdigung mit der Laudato-si-Plakette vor allem der Familie Eller, deren engagierte Mitwirkung dieses Projekt überhaupt erst möglich machte.
Gleichzeitig gehen Glückwünsche an die weiteren nominierten Initiativen und an die Preisträger, zu denen auch eine Einrichtung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen zählt: Die Kindertagesstätte St. Mauritius in Edelshausen erhielt den Schöpfungspreis in der Kategorie „Kindertageseinrichtungen“ für ihr Bauernhofprojekt. Das Bistum Augsburg hat die Auszeichnung bereits zum fünften Mal ausgelobt. Insgesamt 173 Projekte und Maßnahmen wurden bisher nominiert und erhielten die Laudato-si-Plakette. Mit dieser würdigt die Diözese Initiativen, die sich in besonderer Weise den Anliegen der Enzyklika „Laudato si“ des im April 2025 gestorbenen Papstes Franziskus sowie den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen annehmen.

So sieht die Laudato-si-Plakette des Bistums aus.

